Das Baby und Kind - Blog

Informationen für Mütter, Väter und die, die es werden wollen.
RSS Feed Lycos iQ del.icio.us digg Mister Wong YiGG Yahoo MyWeb StumbleUpon

Kaum aus dem Krankenhaus entlassen, fingen sie an, die gefürchteten so genannten 3-Monatskoliken, unser Sohn war ein paar Wochen alt und ehe wir uns versahen, waren wir Experten auf dem Gebiet der BlähungenMore…J. V.a. abends und auch nachts „drückte“ er, stöhnte, ächzte und weinte fürchterlich, der arme, kleine Wurm— und wir rieben ein, flößten ein, massierten und trugen ihn mit einem nicht minder leidenden Gesichtsausdruck (wegen des Schlafmangels schon alleine und des mit auf Dauer immer stärker schmerzenden Rückens).

Sab Simplex, Lefax, Kümmelzäpfchen, diverse Globuli, deren Namen mir schon gar nicht mehr einfallen (man will ja nichts unversucht lassen), das warme Kirschkernkissen auf dem Bauch, Massagen mit einem so genannten Windöl, diverse „Übungen“ mit den Beinchen, um die „Winde“ besser entweichen zu lassen, das absolute Weglassen irgendwelcher Speisen oder Getränke, die nur annähernd in Verdacht stehen, Blähungen hervorrufen zu können (ich stillte zu dem Zeitpunkt noch voll), NICHTS half wirklich,

außer der Fliegergriff (hier liegt das Baby bei abgewinkeltem Arm auf dem Bauch auf dem Unterarm).

Und so trugen wir und trugen und trugen, abends, nachts, früh morgens, jemand hatte den Kleinen fast immer auf dem Arm, wir jammerten ein wenig über RückenschmerzenJ und irgendwann (wir glaubten zu dem Zeitpunkt nicht wirklich daran, dass sich an dem Zustand jemals wieder etwas ändern würde…) waren die drei Monate vorüber und tatatataaaaaa, man mag es kaum glauben, aber tatsächlich hörte der ganze Spuk nach dieser Zeit auf.

Ich möchte hiermit absolut NICHTS gegen diverse Mittelchen, die da so angeboten werden, sagen, bei manch einem Kind mögen sie helfen und die Eltern können sich dann glücklich schätzen, wenn sie es anwenden, bei uns half nichts von alldem außer eben das Herumtragen im Fliegergriff und eine Menge Geduld, die man aufbringen muss.

Daher , und weil die Babys natürlich auch generell gerne getragen werden - schließlich sind sie das Geschaukel vorher im Bauch schon gewohnt und lieben diesen Körperkontakt, der ja auch sehr wichtig ist – müssten die Kleinen meiner Meinung nach nicht nur als Säuglinge, sondern auch als Traglinge tituliert werden.

Ach- und nach der Geburt unserer Tochter, als wir schon mit einem mulmigen „ es geht sicher bald wieder los“ nach Hause kamen, blieben die Koliken einfach weg- es scheint also doch irgendetwas an dem Gerücht, Jungs seien eher betroffen , dran zu sein- JUHU!


Ein Kommentar to “Die 3- Monatskoliken oder warum manche Säuglinge eigentlich Traglinge heißen müssten:-)”


  1. Herbert sagt:

    Ja, kann ich bestätigen. Auch bei unserer Tocher gab es im Vergleich zu unserem Sohn weniger Probleme mit Blähungen.

    Grüße und weiter so Herbert



Hinterlassen Sie einen Kommentar